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In Kürze startet die Wahl zum Rassekaninchen des Jahres, die auch in diesem Jahr in unveränderter Form durchgeführt wird. Hierfür wurde auch diesmal wieder eine gesonderte Internetseite eingerichtet, die unter „www.rassedesjahres.zdrk.de“ erreicht werden kann. Zur Wahl stehen die jeweils mit einer Kurzbeschreibung und einem Foto unten aufgeführten zehn Rassen.

Ablauf der Wahl

 

Die Wahl läuft von Montag, 7. Januar, bis Sonntag, 3. Februar, dieses Jahres. Gewählt werden kann entweder per Post über die Fachpresse, Redaktion „Kaninchenzeitung“, HK-Verlag, Michael Krause, Redaktionsbüro Berlin, Wilhelmsaue 37, 10713 Berlin (Datum des Poststempels ist entscheidend), per Stimmkarte (Ausgabe erfolgt bei der 24. Bundes-Rammlerschau am 2. und 3. Februar in Oldenburg und kann dort bis Schauende am ZDRK-Informationsstand abgegeben werden) oder über die Internetseite „ www.rassedesjahres.zdrk.de “ (Wahl im Internet bis 0 Uhr).

 

Die Internetplattformen, Verbände, Clubs und Vereine, die diese Aktion unterstützen bzw. mitgestalten möchten, setzen einen Banner auf ihre Homepage, der auf die Aktion hinweist. Um zu verhindern, dass von einem Wähler mehrfach abgestimmt wird, ist für die Wahl über das Internet die E-Mail-Adresse entscheidend, über die jeweils nur einmal abgestimmt werden kann. Alle Stimmen, die über das Internet abgegeben werden, laufen beim Webmaster des ZDRK, Michael Lederer, zusammen. Nach Ende der Aktion werden die abgegebenen Stimmen in der Redaktion der Fachpresse, am ZDRK-Stand zum Ende der Bundes-Rammlerschau in Oldenburg sowie vom Webmaster des ZDRK ausgezählt. Nachdem das Ergebnis in der Fachpresse veröffentlicht wurde, wird dann zeitgleich auch von den Internetplattformen das Ergebnis bekannt gegeben.

 

Öffentlichkeitsarbeit nach innen und nach außen

Die Wahl zum Rassekaninchen des Jahres ist inzwischen schon zur Tradition geworden und das Ergebnis soll auch in diesem Jahr wieder verstärkt zur Öffentlichkeitsarbeit eingesetzt werden. Das Rassekaninchen des Jahres soll nicht nur eine Öffentlichkeitsarbeit nach innen, sondern auch wieder nach außen sein. Zeitgleich mit der Veröffentlichung des Ergebnisses in der Fachpresse und auf  den Internetseiten wird die Siegerrasse an die Medien gegeben (z.B. Deutsche Presseagentur, Redaktionen von Fachzeitschriften für Hobbytiere, Rundfunk- und Fernsehredaktionen usw.). Hierdurch soll auch in diesem Jahr wieder intensiv Werbung für die Rassekaninchenzucht auch außerhalb der Rassekaninchenzüchter gemacht werden, um die Akzeptanz für unser Hobby weiter zu erhöhen bzw. um auch eventuell neue Mitglieder für die Organisation zu gewinnen. Deshalb ist es sehr wichtig, dass nicht der ZDRK das Rassekaninchen des Jahres festlegt, sondern diese Rasse von einer sehr breiten Mehrheit gewählt wurde. Ich bin deshalb sehr dankbar, dass neben der Fachzeitung „Kaninchen“ auch die großen Internetplattformen diese Aktion wieder unterstützen. Der Termin für die Wahl wurde auch bewusst so gelegt, dass die Veröffentlichung des Ergebnisses in der Fachzeitung und in den Internetportalen noch rechtzeitig vor Ostern erfolgen kann und somit auch von den örtlichen Kaninchen-/Kleintierzuchtvereinen entsprechende Werbeaktionen in der Lokalpresse rund um Ostern möglich sind. Erfahrungsgemäß sind die Redaktionen der Lokalpresse um diese Zeit recht sensibel für die Rassekaninchenzucht und auch an Texten und Fotos rund um unser Hobby interessiert.

Nachdem in der Vergangenheit bereits die weniger gezüchteten aber auch schon die „starken“ Rassen im Vordergrund standen und immer versucht wurde, eine Vielzahl von Farben und Typen unserer Kaninchen zur Auswahl zu stellen, wurden in diesem Jahr vom ZDRK-Referenten für Schulung und Zuchtwesen, Bernhard Große, wieder „Alte Kaninchenrassen“ ausgewählt. Die Festlegung, was ganz allgemein „Alte Deutsche Haustierrassen“ sind, erfolgt nach Vorgabe des zuständigen Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz nach dem Tierzuchtgesetz.

 

Kurzbeschreibungen der zur Wahl stehenden Kaninchenrassen

 

Meißner Widder, havannafarbig Foto(C)NeumannMeißner Widder havannafarbig:

Diese Rasse wurde von Leo Reck bereits Ende des 19. Jahrhunderts wie der Name schon sagt in der Porzellanstadt Meißen in Sachsen erzüchtet und 1906 erstmals der Öffentlichkeit vorgestellt. Sie vereinigt die Merkmale des Widders und des Silberkaninchens. Mit einem Normalgewicht von über 4,5 kg gehören diese Tiere zu den größten der mittelgroßen Rassen. Die Havannafarbe in Verbindung mit der Silberung machen den Reiz dieses Farbenschlages aus. Die Verbreitung ist derzeit zwar nicht sehr gut, jedoch ist zumindest auf den großen Ausstellungen ein Aufwärtstrend festzustellen.

 
 

Deutsche Großsilber gelb:

Mit einem Normalgewicht von 4,25 kg hat diese Rasse sehr starke Konkurrenz bei den mittelgroßen Rassen. Dennoch sind die gelben Deutsche Großsilber immer wieder auf unseren Ausstellungen zu bewundern. Diese Rasse wurde ursprünglich im schwarzen Farbenschlag von mehreren Züchtern in Deutschland durch Kreuzung von schwarzen Kleinsilbern und verschiedenen schwereren Rassen als sogenannte "Germania-Silber" entwickelt. Anfang des 19. Jahrhunderts wurden in Deutschland Kreuzungen zur Erzüchtung eines mittelgroßen Silberkaninchens durchgeführt. Hans Patz aus Marktredwitz erzüchtete diesen Farbenschlag aus den Rassen Kleinsilber gelb, Roten Neuseeländer und Helle Großsilber.

 

 

 

 

Rote Neuseeländer:

Um 1930 wurden die ersten Roten Neuseeländer aus Amerika von Friedrich Joppich nach Deutschland geholt. Der eigentliche Ursprung ist nicht mehr ganz nachzuvollziehen. Vermutlich brachten Siedler Tiere aus Neuseeland mit nach Amerika. Durch die Einstufung als Sportrasse verschwand diese Rasse im letzten Krieg fast vollständig. Erst seit Mitte der 50er-Jahre hat diese Rasse wieder an Verbreitung zugenommen. Heute habe die Roten Neuseeländer bei einem Normalgewicht von über 4,0 kg einen recht hohen Zuchtstand und eine gute Verbreitung.

 

 

 

 

Japaner:

Die Japaner sollen Ende 1880 erstmals auf der Weltausstellung in Paris gezeigt worden sein. Seit ca. 1900 ist diese Rasse auch in Deutschland vertreten. Mit einem Normalgewicht von über 3,75 kg gehört sie zu den mittelgroßen Rassen. Durch die im Idealfall kreuzweise Farbverteilung in schwarz und gelb bereichern sie jede Schau und sind ein Zuschauermagnet. Leider gibt es bei dieser Rasse nur wenige hochwertige Ausstellungstiere. Umso höher ist der Idealismus der Züchter einzuschätzen, die sich mit der Japanerzucht befassen.

 

 

 

 

 

Rheinische Schecken:

Ein wesentlicher Herauszüchter der Rheinischen Schecken war Josef Heintz aus Grevenbroich, der die Tiere 1905 erstmals ausstellte. Mit einem Normalgewicht von 3,75 kg ist diese als frohwüchsig anzusehende Rasse aufgrund ihrer 3-Farbigkeit eine Bereicherung für jede Ausstellung und gehört wie die Englische Schecken und die Kleinschecken zu den Punktscheckenrassen. In der heutigen Zeit werden Rheinische Schecken in den meisten Zuchten auf einem hohen Niveau gezüchtet. Auch diese Rasse stand im Zweiten Weltkrieg bedingt durch die Einstufung als Sportrasse vor der Ausrottung. Nur einige Idealisten züchteten weiter und ihnen ist es zu verdanken, dass sich die Rasse heute zu dem entwickelt hat, was sie im Moment ist.

 

 

 

Alaska:

Dieses glänzend schwarze Kaninchen mit einem Normalgewicht von über 3,25 kg wurde Anfang des 20. Jahrhunderts von Max Fischer, Gotha aus Russen-, Havanna-, Holländer- und Schwarzsilberkaninchen herausgezüchtet und 1907 erstmals auf einer Schau vorgestellt. Die Züchter hatten zunächst die Vorstellung, eine Kaninchenfell-Imitation des „schwarzen” Alaskafuchses zu erzüchten. Auch diese Rasse hatte in den Wirren des letzten Krieges durch die Einstufung als Sportrasse zu kämpfen. In der heutigen Zeit sind die Alaska auf einem sehr hohen Zuchtstand auf fast jeder Ausstellung zu bewundern.

 

 

 

Luxkaninchen:

1919 stellte Karl Hoffmann aus Düsseldorf die Tiere erstmals in der Öffentlichkeit vor und 1922 erfolgte die Anerkennung als Rasse. Den Namen Luxkaninchen bekamen sie, weil die Fellfarbe dem in Nordamerika zu der Zeit weit verbreiteten Nord-Luchs ähnlich sah. Man kam jedoch zur Einsicht, dass keine echte Imitation des Luchsfelles erreicht werden konnte und so einigte man sich auf die heutige Schreibweise. Mit einem Normalgewicht von 2,5 kg ist das Luxkaninchen bei den kleinen Rassen zu finden. Eine Besonderheit beim Luxkaninchen ist die weiße Unterfarbe, die bei fast keiner anderen Rasse zu finden ist.

 

 

 

Marburger Feh:

Diese kleine Rasse mit einem Normalgewicht von über 2,75 kg hat ihren Reiz in der Deckfarbe. Ein lichtes Blau mit einem leicht bräunlichen Schleier und ein gedrungener Körperbau in Verbindung mit einem gut ausgeprägten Kopf machen den Reiz dieser Rasse aus. Um 1910 sind die ersten Tiere mit mattblauer Farbe bei einem Züchter in Marburg aufgefallen und wurden 1916 als Rasse anerkannt. In der heutigen Zeit sind Marburger Feh zwar keine häufig anzutreffende Rasse, jedoch sind sie auf einem ansprechenden Zuchtniveau.

 

 

 

 

 

Russen schwarz-weiß:

Bereits 1857 wurde das Russenkaninchen erstmalig erwähnt und gehört zu den ältesten Kaninchenrassen. Die Einstufung der Rasse als Sportrasse 1938 brachte einen schweren Rückschlag. Mit einem Normalgewicht von über 2,25 kg gehören sie zu den kleineren der kleinen Rassen. Durch die Abzeichen in schwarz in Verbindung mit einem gut glänzenden reinweißen Fell und roten Augen bereichern die schwarz-weißen Russen die Ausstellungen.

 

 

 

 

 

 

Angora schwarz:

Nachdem in den vergangenen Jahren der Wert der Angorawolle ständig gefallen ist, haben sich Züchter gefunden, die neue Wege beschritten haben. Diese Personengruppe hat durch gezielte Einkreuzungen farbige Angora erzüchtet. Der Ursprung der farbigen Angorakaninchen dürfte in England und den Niederlanden liegen, wo sie bereits in den achtziger Jahren zu sehen waren. Ein heute immer wieder auf Schauen anzutreffender Farbenschlag ist das schwarze Angorakaninchen. Mit einem Normalgewicht von über 3,5 kg handelt es sich hierbei um eine mittelgroße Rasse. Die Farbe der Tiere hat ihren eigenen Reiz, die an den kurz behaarten Körperstellen intensiver in Erscheinung tritt wie an den lang behaarten Stellen. In der heutigen Zeit gibt es Zuchten, die denen der weißen Angorakaninchen kaum noch nachstehen.

 

 

 

 

Wolfgang Elias, Referent für Öffentlichkeitsarbeit im ZDRK

 

Foto Meißner Widder havannafarbig Copyright (c) Holger Jeschke

 
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